Der Frieden ist noch zu retten!

Die Zuversicht – gemeinsam mit anderen – etwas bewegen zu können, ist Ausgangspunkt jeder demokratischen Politik

(Dr. Johann Wadephul, 13.11.2025)

Die Welt befindet sich im Krisenmodus: Ein Konflikt, eine bewaffnete Auseinandersetzung, ein Krieg folgt auf den nächsten. In Anbetracht der aktuellen politischen Tatsachen erscheint der Besuch des Jugendoffiziers der Bundeswehr, Klaus Schedlbauer, an unserer Schule, um einen Vortrag für die Schülerinnen und Schüler der Q12 zu halten, noch bedeutsamer.

Zu Beginn betonte Herr Schedlbauer, dass es sich um keine „Werbeveranstaltung“ handle, er wolle mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen, gerne auch kontrovers diskutieren, aber stets faktenbasiert.

Ausgehend vom Fragile State Index, welcher die Länder nach politischen, ökonomischen und sozialen Kriterien beurteilt, stellte der Jugendoffizier die Frage, inwiefern das Weltgeschehen für uns relevant sei. Er bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, aktuelle Schlagzeilen einzuordnen und deren Bedeutung für Deutschland herauszuarbeiten.

Herr Schedlbauer ging dabei auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein, die sich nicht nur an Staaten, sondern gleichermaßen an Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und auch jeden Einzelnen richten, um nachhaltigen Frieden zu sichern. Über den UN-Sicherheitsrat, welcher Maßnahmen bis hin zu einer humanitären Intervention beschließen kann, jedoch des Öfteren am Vetorecht scheitert, legte der Jugendoffizier die Interessen der drei großen Machthaber dar, die das aktuelle Weltgeschehen maßgeblich beeinflussen: Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping. Umso wichtiger sei für Deutschland eine multilaterale, vernetzte, präventive und integrierte Außen- und Sicherheitspolitik, die sich in der Nationalen Sicherheitsstrategie sowie im Operationsplan Deutschland widerspiegelt. Abschließend betont Herr Schedlbauer, dass ein jeder Bürger für eine etwaige Verteidigung des Staates relevant ist, Sicherheit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt und auch das zivilgesellschaftliche Engagement in ehrenamtlichen Organisationen von großer Bedeutung ist.

Der Vortrag des Jugendoffiziers fasste die Inhalte des Kurshalbjahres 12/1 noch einmal kompakt zusammen, vertiefte das Wissen der Schülerschaft und regte zum gegenseitigen Austausch an.

(Annika Baumann für die Fachschaft Politik und Gesellschaft)