Kreativ und erfolgreich: Gymnasium Ergolding glänzt beim Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“

Sieben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ergolding nahmen vom 28. bis 30. Juli an der dreitägigen Abschlussveranstaltung des Schülerlandeswettbewerbs „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“ in Nürnberg teil. Die aktuelle Wettbewerbsrunde stand unter dem Motto „Baltische Wege“ und widmete sich den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Der Schülerlandeswettbewerb wird vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus veranstaltet. Die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern aus den östlichen Nachbarländern wird insbesondere durch das Haus des Deutschen Ostens in München und dessen Förderverein unterstützt. Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen zu einer vertieften Auseinandersetzung mit den östlichen Nachbarländern Deutschlands anzuregen und ihnen deren Geschichte, Politik und Kultur näherzubringen. Zugleich soll der Wettbewerb grenzüberschreitende Begegnungen ermöglichen und auf diese Weise einen Beitrag zur europäischen Verständigung und Integration leisten. Auch die jahrhundertealte Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa wird dabei thematisiert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gymnasiums Ergolding besuchen die 6., 7. und 8. Jahrgangsstufe. Im zurückliegenden Schuljahr nahmen sie an einer Arbeitsgruppe der Begabungsförderung teil. Dort entwickelten sie eigene Projektideen, die sie gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern der Arbeitsgruppe umsetzten. Die gesamte Arbeit fand außerhalb der regulären Unterrichtszeit statt. Neben großem persönlichem Engagement waren dabei vor allem Kreativität, Teamfähigkeit und eine sorgfältige Projektplanung gefragt.

Eine Schülergruppe entwarf eine interaktive Karte, mit deren Hilfe sich interessante Orte, historische Ereignisse und kulturelle Besonderheiten der baltischen Staaten anschaulich entdecken lassen. Eine weitere Gruppe verfasste ein eigenes Buch, das historische Daten und Begebenheiten mit einer fiktiven Geschichte verknüpft. Auf diese Weise gelang es den Schülerinnen und Schülern, geschichtliches Wissen kreativ, verständlich und zugleich spannend zu vermitteln. Die Jury zeigte sich von den Ergebnissen sichtlich begeistert.

Während der Abschlussveranstaltung stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten den rund 70 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs vor. Am Abend nahmen sie im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ihre Preise aus den Händen der anwesenden Ehrengäste entgegen.

Die dreitägige Abschlussveranstaltung bot den jungen Menschen jedoch weit mehr als die Würdigung ihrer Wettbewerbsbeiträge. Sie eröffnete ihnen die Möglichkeit, sich zu begegnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die vielfältigen Projekte der anderen Gruppen kennenzulernen. Ein abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitprogramm begleitete die Veranstaltung und vermittelte zusätzliche Einblicke in die Geschichte und Kultur der baltischen Staaten.

Vertreten waren Schülerinnen und Schüler aller Schularten aus ganz Bayern. Darüber hinaus reisten junge Menschen aus Tschechien, Polen, Litauen und Ungarn an. Der internationale Austausch machte die Abschlussveranstaltung zu einer besonderen Erfahrung und verdeutlichte den europäischen Gedanken des Wettbewerbs: Gemeinsame historische und kulturelle Themen können junge Menschen über Ländergrenzen hinweg miteinander verbinden.

Begleitet und unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ergolding von Dr. Astrid Fernengel, die die Begabungsförderung an der Schule gestaltet. Die erfolgreiche Teilnahme zeigt eindrucksvoll, welche besonderen Ergebnisse entstehen können, wenn junge Menschen die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen zu entwickeln und diese mit Ausdauer, Kreativität und Engagement umzusetzen.

 

 

Dr. Astrid Fernengel, OStRin