Sommerkonzert des Gymnasiums Ergolding

Eine musikalische Reise durch Raum und Zeit

Nach einer längeren Zwangspause, durch Corona verursacht, konnte endlich wieder ein Sommerkonzert am Gymnasium Ergolding stattfinden, was Eltern, Kolleginnen und Kollegen und natürlich die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler sehr freute und begeisterte.

In seiner Begrüßung sprach der Schulleiter, Dr. Ewald Bichler, über die schwierige Situation während der Corona-Zeit und die erschwerte Probenarbeit für die Musiklehrerinnen und Musiklehrer. Es war in den vergangenen zwei Jahren kaum möglich, vernünftig mit den Schülerinnen und Schülern zu musizieren und zu üben – lediglich im Einzelunterricht oder mit Abstandsregelungen.

Zum eigentlichen musikalischen Programm leitete eine szenische Darstellung über, in der die Schüler Julian Aufleger und Lukas Lamla humorvoll ihr mangelhaftes Können bei Chemieexperimenten demonstrierten und aufgrund dessen Bekanntschaft mit dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart machen durften. Dieser wurde verkörpert von dem Schüler Michael Huber, der anschließend auf dem Flügel sehr sicher und gekonnt Mozarts „Rondo alla turca“ präsentierte.

Es folgte eine musikalische Reise durch Raum und Zeit, auf der die beiden Chemieschüler verschiedene Orte mit jeweiligen musikalischen Beispielen bereisen durften. Diese Reise wurde hinterlegt von einer PowerPoint-Präsentation, die der Schüler Tobias Hausinger kreativ gestaltet hatte.

Der Unterstufenchor unter der Leitung von StRin Julia Frohnholzer, der von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5d, 6b und 6c gebildet wurde, konnte mit dem Stück „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens, welches sehr kräftig und sauber vorgetragen wurde, das Publikum begeistern. Besonders stach dabei der Schüler Ruben Bräuning mit einem kleinen Solo heraus. Eingeleitet wurde das Lied von Rhythmen, die auf verschiedenen Küchengeräten gespielt wurden.

Mit dem folgenden Stück „Perfect“ von Ed Sheeran konnte die Abiturientin Rebecca Stumpf mit der Klavierbegleitung von StR Georg Zeller ihre große Musikalität zeigen. Auch im weiteren Programm trat die talentierte Schülerin mit „A million dreams“ von Pink auf und präsentierte auch dieses sehr stimmungsvoll.

Die musikalische Reise ging weiter nach Irland mit den beiden Stücken „The Irish Washerwoman“ und „Sweeny’s Polka“, welche Victoria Knopp ausdrucksstark und geläufig intonierte.

Für große Unterhaltung sorgte auch das Percussion-Ensemble unter der Leitung von Herrn Andreas Csok, welches zunächst mit dem Bodypercussion-Stück „Disco time“ von Eckhard und – etwas später im Programm – mit dem „Wellerman-Tetris-Medley“ von Nathan Evans Highlights setzen konnte.

Der Schüler Marcel Minkley zeigte großes Talent auf dem Flügel, indem er sehr gefühlvoll das Fantaisie-Impromptu von Frédéric Chopin spielte und mit großem Applaus des Publikums für seine musikalische Leistung belohnt wurde.

In der Mitte der Konzertreise trat nun erstmals der Chor unter der Leitung von OStRin Eva-Maria Schäbel mit der Klavierbegleitung von StR Georg Zeller auf, der lässig den „Lazy Song“ von Bruno Mars anstimmte und dabei mit dem Einsatz von Kazoos das Publikum überraschen und erheitern konnte. Einen Kontrast dazu bildete das Lied „Wunder geschehn“ von Nena, das äußerst ausdrucksstark vom Chor dargeboten wurde und eine besinnliche und melancholische Atmosphäre erzeugte.

Zwischen diesen beiden Liedern konnte Lennart Waldraff sein herausragendes Talent auf dem Flügel mit dem Werk „Rondo capriccioso“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy zeigen und erntete dafür einen verdient großen Applaus des Publikums.

Auf ebenso hohem Niveau spielte die Pianistin Charlotte Bornholdt das Finale der Sonate in c-Moll, op. 10 Nr. 1 von Ludwig van Beethoven und konnte mit ihrem Spiel den Saal begeistern.

Ein weiterer talentierter Solist war Franz Neubauer, der auf dem Akkordeon die „Finnische Polka“ zusammen mit StR Georg Zeller sehr souverän und musikalisch präsentierte.

Den schwungvollen Abschluss des Konzerts bildeten die Lieder „Top of the World“ und „We go together“ des Chores, mit welchen die jungen Sängerinnen und Sänger das Publikum mitreißen konnten. So endete die musikalische Weltreise mit der wichtigen Botschaft des Zusammenhalts – und mit den beiden Chemieschülern, die auch das letzte Experiment falsch durchgeführt und Wolfgang Amadeus Mozart dadurch aus Versehen ins Gymnasium Ergolding mitgenommen haben.

Lennart Waldraff, Klavier
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