Delegation des Gymnasiums Ergolding qualifizierte sich für den Regionalentscheid Süddeutschland des Europäischen Jugendparlaments in Göttingen

In Göttingen fand die Regionale Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments statt, bei der circa 120 Jugendliche aus ganz Europa zusammenkamen, um über drängende politische Herausforderungen auf europäischer Ebene zu diskutieren.

Auch eine siebenköpfige Delegation des Gymnasiums Ergolding konnte sich für diese Tagung qualifizieren.

Den Stellenwert der Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schülern an der eingeladenen Politprominenz ablesen: Eröffnet wurde die Auswahltagung unter anderem vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der in seiner Rede die Bedeutung Europas und das Engagement der jungen Leute würdigte.

Der Wettbewerb des Europäischen Jugendparlaments zählt zu den anspruchsvollsten Schülerwettbewerben Deutschlands: Zu aktuellen drängenden Fragen und Problemen, denen sich die EU stellen muss, sollen von Schülerdelegationen Lösungsvorschläge und Resolutionen auf Englisch erarbeitet werden.

Nach vielen intensiven Sitzungen im Rahmen eines Wahlfachs an der Schule, in denen sich die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Herrn Aschenbrenner mit den für die Aufgabenstellung relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem englischen Fachvokabular vertraut gemacht hatten, gelang es der Delegation im Dezember, sich für die Auswahltagung in Göttingen zu qualifizieren. Ihre Überlegungen, wie die Europäische Union die Prinzipien der Rechtstaatlichkeit in den Mitgliedsstaaten mit Blick auf Polen und Ungarn gewährleisten und durchsetzen könne, hatten die Jury überzeugt.

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung des Fördervereins konnte den Jugendlichen die Reise nach Niedersachsen ermöglicht werden.

Für die viertägige Veranstaltung „opferten“ Schüler und Lehrer auch zwei Tage der Osterferien, um in Göttingen in vorbereitenden Ausschusssitzungen und anschließend in den Generaldebatten Position zu gesellschaftspolitischen Fragen zu den Oberthemen „Kinder- und Jugendrechte“ und „Nachhaltigkeit“ zu beziehen; etwa, wie man Folgen der hohen Jugendarbeitslosigkeit in den südeuropäischen Ländern begegnen solle oder welche Maßnahmen für den Schutz der Biodiversität auf europäischer Ebene ergriffen werden könnten. Dabei arbeiteten die Schüler bis in die frühen Morgenstunden an ihren Redebeiträgen und Gesetzesentwürfen oder analysierten die Vorschläge anderer Gruppen, um kritische Rückfragen in die auf englisch geführte Diskussion einbringen zu können. Drei Schülerinnen und Schüler konnten sich hier sogar für die Nationale Auswahlsitzung in Bad Segeberg bei Hamburg qualifizieren. Trotz des hohen Arbeitsaufwands zogen alle Beteiligten ein durchweg positives Fazit, schließlich blieben den Schülern unvergessliche Eindrücke: das Erleben europäisch gedachter Politik, das gewinnbringende Zusammenarbeiten internationaler Delegationen zum Wohle der europäischen Gesellschaft und nicht zuletzt der Zusammenhalt der europäischen Jugendlichen.

Bestens gelaunt und um viele Erfahrungen reicher, ging es am Sonntagabend für die „jungen Europäerinnen und Europäer“ zurück nach Ergolding, um am Montag in die verdienten Ferien zu starten.

Matthias Aschenbrenner

Die Delegation des Gymnasiums Ergolding in Göttingen: Simo Linstaedt, Charlotte Bornholdt, Linus Langgartner, Esmira Kerbel, Greta Fuhrmann, Matthias Aschenbrenner, Lisa Bienert, Kristoffer Geis (v.l)
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